Linkswinkel-Kreuz des Fleißes
Ein Ja, das Wochen später noch gilt, und die Arbeit, die daraus folgt: Darum dreht sich dieses Kreuz. Fleiß speist sich hier aus einem Wunsch, der dich ruft, einer Festlegung, die du ernst nimmst, einem Antrieb, der lange vorhält, und dem Wort, das im passenden Moment fällt. Am deutlichsten wird er, wo du mit anderen etwas aufbaust: auf einer Baustelle, in einem Team oder in einem Familienbetrieb. Messen lässt er sich weniger an einer einzelnen Tat als an dem, was über viele gemeinsame Stunden Gestalt annimmt.
Lebensthema
Die vier dieses Kreuzes beschreiben Fleiß als Arbeit, die aus echtem Wollen kommt. Sie beginnt mit einem Zug zu etwas, wird zu einer Zusage und braucht dann eine Energie, die lange trägt. Das Wort meint hier die Fähigkeit, bei dem zu bleiben, was dich wirklich anspricht.
Das Linkswinkel-Kreuz des Fleißes legt ihn zwischen Menschen. Was du mit Hingabe tust, sehen die Menschen um dich, und ihre Anliegen können in dir Lust auf eigene Arbeit wecken. So entsteht er in gemeinsamen Vorhaben und in Beziehungen, die über Jahre bestehen, und manches Projekt beginnt mit der Begeisterung eines anderen. Ob ein Vorhaben trägt, kann sich daran zeigen, ob dein Ja noch stimmt, wenn die Anfangsbegeisterung verflogen ist.
Die vier Tore
Fleiß beginnt hier mit einem Wollen: Tor 30 (Sehnsucht) möchte etwas erleben, lange bevor ein Plan existiert. Tor 29 (Ausdauer) verwandelt das Wollen in eine Zusage und prüft, wie weit sie reicht. Tor 34 (Macht) bringt die Energie, die eine Zusage über Wochen und Monate tragen kann. Tor 20 (Gegenwart) holt die Arbeit in den Augenblick, in dem sie gebraucht wird, mit einem Satz oder einem Handgriff, der zur Lage passt.
Gefühl und Antrieb fließen so in dieselbe Arbeit: Tor 30 liegt im , Tor 29 und Tor 34 im , Tor 20 im . Tor 34 und Tor 20 bilden den 20-34 (Charisma), der mit diesem Kreuz stets definiert ist. Der Kanal verbindet das Sakralzentrum direkt mit dem Kehlzentrum: Wer ihn hat, ist immer . Aus Wollen, Festlegen und Antreiben wird so ein Tun im passenden Moment.
Im Alltag
Am Stand eines Flohmarkts rechnest du mit sechzehn aus, wie viele Samstage du sparen musst, bis die Plattensammlung des Händlers dir gehört, und legst jede Woche etwas zurück. Mit einer Freundin sparst du später auf eine gemeinsame Reise, und das Ziel kann dich auch an müden Tagen weitertragen. Für die Gemüsekiste vom Hof, die du dir mit drei Nachbarshaushalten teilst, hältst du über Jahre die Abrechnung am Laufen.
Auf der Rückbank des Familienautos wünschst du dir als Kind einen Hund und fragst auf jeder Fahrt erneut danach. Gemeinsam mit deinen Geschwistern übernimmst du später den Garten der Eltern, und die Zuständigkeiten können sich wie von selbst verteilen. Mit eigenen Kindern führst du ein Abendritual ein, das du über Jahre beibehältst, auch wenn es manchmal mühsam wird.