Linkswinkel-Kreuz der Zyklen
Alles Lebendige hat einen Bogen: Es setzt an, wächst, reift und läuft irgendwann aus, und an jeder Stelle dieses Bogens steht die Frage, ob es weitergeführt werden soll. Diesem Verlauf folgt das Kreuz. Darin wirken der Impuls, etwas zu beginnen, der Wille, es wachsen zu lassen, der Drang, sich zu verbessern, und das Gespür für das, was Pflege verdient. Ein Projekt, eine Freundschaft oder eine Arbeitsphase endet oft gemeinsam mit Menschen, und mit anderen beginnt die nächste Runde.
Lebensthema
Zyklen sind hier Verläufe mit Anfang, Mitte und Abschluss. Du beginnst etwas, begleitest es durch seine Phasen und prüfst irgendwann, ob es noch trägt. Ein Teil davon ist das Beenden: Ein Zyklus, der seine Zeit hinter sich hat, darf auslaufen, ohne dass etwas verloren ist.
Im Linkswinkel dieses Themas gehören andere Menschen zu jedem dieser Abschnitte. Eine Verbindung, ein Vorhaben oder eine Gewohnheit bekommt ihren Rhythmus meist im Austausch mit anderen: Sie geben den Anstoß, sie wachsen mit, sie sind es, die vom Abschluss etwas haben oder ihn mittragen. Die Frage hinter diesem Thema lautet deshalb weniger, ob du durchhältst, als wann etwas reif ist und wem dein Weitermachen oder dein Loslassen dient.
Die vier Tore
53 (Anfänge) im setzt Neues in Gang und drängt zugleich darauf, dass es einen ganzen Verlauf nimmt. Tor 42 (Wachstum) im übernimmt von dort: Es lässt Begonnenes ausreifen, bis ein Zyklus rund geworden ist. Tor 54 (Ambition), ebenfalls im Wurzelzentrum, fügt die Richtung hinzu, den Zug, aus einem Verlauf mehr zu machen und andere daran teilhaben zu lassen. Tor 32 (Kontinuität) im wägt ab, was weitergeführt werden soll, wenn ein Zyklus endet.
Ein Zyklus bekommt so alle Phasen, die er braucht. Die Tore 42 und 53 treiben an, die Tore 32 und 54 geben dem Antrieb Ziel und Maß.
Wer dieses Kreuz im Chart trägt, hat 42-53 (Reife) immer definiert. Er definiert das Sakralzentrum: Wer ihn hat, ist oder . Auch Kanal 32-54 (Transformation) ist dann definiert. Für den Typ hat der Kanal allein keine feste Folge; er wirkt mit den übrigen Kanälen des Charts zusammen.
Im Alltag
In der Redaktion eines Lokalblatts übernimmst du mit Mitte zwanzig eine Serie und begleitest sie von der ersten Idee bis zur letzten Folge. Mit Anfang vierzig hältst du das Format am Leben, weil Leserinnen und Leser darauf zählen, und überlegst bei jedem Planungstreffen, ob es noch frisch ist. Zu einem späteren Zeitpunkt gibst du die Serie vielleicht an eine Kollegin ab und erlebst das Ende als Teil des Ganzen.
Bei der Freiwilligen Feuerwehr deines Dorfs baust du mit Anfang zwanzig die Jugendgruppe auf und holst die ersten Kinder an Bord. Du bleibst dran, bis aus ihnen ein eingespieltes Team geworden ist, und fragst dich in manchen Jahren, was die Gruppe weiterhin braucht. Wenn einige später selbst den Dienst übernehmen, feierst du mit ihnen den Abschied aus der Jugendgruppe und gibst die Leitung ab.