Juxtapositions-Kreuz des Ehrgeizes
Wer höher hinauswill, braucht mehr als Antrieb: Es braucht etwas, das auf dem Weg nach oben erhalten bleibt, und etwas, das bis zum Ende reifen darf. Ehrgeiz steht hier in einem langen Zusammenhang. Der Wunsch voranzukommen verbindet sich mit einem Instinkt dafür, was auf Dauer Bestand haben kann, mit dem Willen, Dinge vollständig wachsen zu lassen, und mit dem Impuls, überhaupt etwas zu beginnen. Ehrgeiz fragt hier nach der Richtung: Wohin soll es gehen, und was nimmst du dorthin mit?
Lebensthema
Ehrgeiz kann sich als Wunsch nach mehr Raum, Anerkennung oder Sicherheit zeigen, als Zug nach oben, und dieses Kreuz fragt, wie weit dieser Zug trägt. Aufstieg allein genügt ihm nicht. Es geht darum, ob das, was du aufbaust, Bestand hat, ob es Zeit zum Reifen bekommt und ob andere davon etwas haben. Was trägt noch, wenn der erste Aufstieg geschafft ist? Diese Frage stellt die Juxtaposition des Kreuzes nach einem Berufswechsel ebenso wie nach einer Enttäuschung.
So entsteht ein Thema mit langem Atem. Du kannst lernen, Ehrgeiz an dem zu messen, was bleibt, statt an dem, was gerade glänzt.
Die vier Tore
54 (Ambition) trägt das Thema: der Drang, besser zu werden und etwas aufzubauen, mit dem Druck des im Rücken. Tor 32 (Kontinuität) im fragt, was sich zu pflegen lohnt, und bewahrt den Ehrgeiz davor, nur dem nächsten Neuen nachzujagen. Tor 42 (Wachstum) im sorgt dafür, dass ein Vorhaben seinen ganzen Bogen durchläuft, und Tor 53 (Anfänge) im Wurzelzentrum liefert den Anstoß, ohne den kein Aufstieg beginnt.
Aus Anstoß, Verlauf und dem Blick für Dauer formt der Ehrgeiz ein Ziel. Außerdem sind zwei Kanäle fest definiert, sobald jemand dieses Kreuz hat. 32-54 (Transformation) verbindet Ehrgeiz und Gespür für Dauer. Für den Typ hat der Kanal allein keine feste Folge; er wirkt mit den übrigen Kanälen des Charts zusammen. Kanal 42-53 (Reife) definiert das Sakralzentrum: Wer ihn hat, ist oder .
Im Alltag
Im Kinderzimmer, das du dir mit deinem Bruder teilst, setzt du dir mit zwölf ein eigenes Zimmer in den Kopf und legst deinen Eltern einen Plan für den Dachboden vor. Mit Mitte zwanzig streichst du die Wände deiner ersten Wohnung und lässt dir Zeit, bis auch die letzte Ecke sitzt, statt dich mit einem ersten Anstrich zu begnügen. Bei Anschaffungen im Haushalt kann sich später ein Hang zu dem zeigen, was lange hält, während du Spontankäufe genauer prüfst.
In der Siedlung, in die du mit zwanzig ziehst, sammelst du Unterschriften für einen Fahrradständer vor dem Eingang und bleibst dran, bis er steht. Bei einem Treffen der Hausgemeinschaft schlägst du später vor, den Innenhof herzurichten, und fragst gleich, wer ihn auf Dauer pflegt. Im Gespräch mit neuen Nachbarn kann dir auffallen, dass dein Ehrgeiz für die Straße besser ankommt, wenn du ihn als gemeinsames Vorhaben erzählst.