Linkswinkel-Kreuz der Wünsche

Vor allem, was du mit anderen anpackst, steht bei diesem Kreuz ein Wunsch. Er zeigt sich zuerst als Vorstellung, wie etwas sein könnte, noch ohne Mittel und ohne Gewissheit, ob sich daraus etwas machen lässt. Damit er mehr wird als ein Gedanke, braucht er Form, eine Stimme und Menschen, die ihn teilen oder prüfen. Auf dem Weg von der inneren Idee zum geteilten Vorhaben wird er kleiner und machbarer, jemand spricht ihn aus, und andere halten ihre eigenen Werte daneben, bis er allen gehört, die mitmachen.

Lebensthema

Der Name meint den Moment, in dem dir ein anderer Zustand vor Augen steht: ein besserer Ablauf, ein Ort, der noch fehlt, ein gemeinsames Vorhaben. Ein Wunsch ist hier ein Anfangsbild, das sich erst im Gespräch bewährt. Ausgesprochen wird es vor anderen, und in diesem Linkswinkel-Kreuz verändert ihre Antwort, was daraus wird: Manches Anfangsbild schrumpft auf das, was gerade reicht, anderes findet Mitstreiter, und mancher Wunsch eines anderen wird unterwegs zu deinem. Wichtig ist das Zusammenspiel von Anfangen, Aussprechen und Abwägen. Über die Jahre kann sich zeigen, welche Wünsche tragfähig sind und welche du leise ziehen lässt.

Die vier Tore

41 (Minderung) im bringt das Bild, das einen Wunsch überhaupt erst auslöst, und verlangt, es auf eine machbare Größe zu stutzen. Tor 3 (Ordnung) im gibt den Schub, aus Unfertigem eine neue Form zu entwickeln. Tor 31 (Führung) im verleiht dem Wunsch eine Richtung, die laut wird und andere erreichen kann. Tor 50 (Werte) im hält ihn gegen das, was einer Gruppe wichtig ist, und spürt, ob er dazu passt.

Die vier lassen sich als Reihenfolge lesen, die sich auch umkehren oder wiederholen kann: Ein Bild entsteht, wird kleiner und handhabbar, bekommt Worte und muss sich vor den Maßstäben der anderen bewähren. Am Ende dieses Wechsels steht im besten Fall ein Vorhaben, das Bestand hat.

Im Alltag

Vor dem Haus an der Ecke steht ein leerer Schrank, und du wünschst dir mit Mitte zwanzig, dass dort Bücher getauscht werden. Du stellst die ersten eigenen hinein, hängst einen Zettel mit zwei Regeln daneben und wartest, wer sich dazu äußert. In einer anderen Straße fragst du zehn Jahre später die Hausgemeinschaft, ob im Hof eine Bank stehen darf, und hörst zuerst zu, was den Älteren dort wichtig ist. Dein Muster dabei ist schlicht: Du schlägst vor, und die Nachbarschaft entscheidet, was bleibt.

Im Lager einer Spedition schlägst du gleich im ersten Jahr vor, die Paletten anders zu beschriften, und gehst mit einem Muster zu den Kollegen. Mit Mitte dreißig fragst du im Team, welche Abläufe wirklich gelten sollen und welche nur Gewohnheit sind. Kurz vor der Rente wünschst du dir eine Übergabe, bei der die Jüngeren mitbestimmen, was von deinen Listen bleibt, und merkst, wie viel erst entsteht, wenn andere mitreden.

Tor Eines von 64 Segmenten des Tierkreises, jeweils 5,625° breit, direkt einem Hexagramm des I Ging zugeordnet und mit einem Zentrum verbunden.
Wurzelzentrum Druckzentrum und Motor zugleich, am unteren Ende des Charts; die Lehre verbindet es mit Adrenalin, Antrieb und dem Druck, in Bewegung zu kommen.
Sakralzentrum Das mächtigste Energiezentrum im Human Design; liefert Generatoren und Manifestierenden Generatoren nachhaltige Lebenskraft durch Reagieren.
Kehlzentrum Das Zentrum für Kommunikation und Manifestation; die einzige Stelle, über die Energie in Sprache oder Handlung in die Welt gelangt.
Milzzentrum Das älteste Bewusstseinszentrum; nach der Lehre Sitz von Intuition, Instinkt und Wohlbefinden. Es meldet sich leise, spontan und nur im gegenwärtigen Moment.