Juxtapositions-Kreuz der Extreme

Eine Woche lang bist du verabredet, pünktlich und voller Pläne, die nächste verbringst du fast allein und vermisst kaum etwas. Dieses Pendeln zwischen Gegenpolen ist das Thema dieses Kreuzes. Zur Spannweite von 15 kommen die Art, wie du dich selbst behandelst, Eindrücke, die sich zu einer Meinung ordnen, und ein Blick für Fehler, die sich beheben lassen. Das Pendeln selbst bleibt dir treu, auch wenn sich die Pole mit den Jahren verschieben. Das Schwanken gehört hier zum Muster, es ist keine Störung davon.

Lebensthema

Extreme meint die Ränder eines Spektrums: früh und spät, laut und leise, streng und locker. Dieses Kreuz sammelt vier Tore um diese Spannweite. Du kannst an dir erleben, dass dich keine Mitte festhält, und genau das kann dir erlauben, andere Lebensweisen zu verstehen, ohne sie an deiner eigenen zu messen.

Zeiten, in denen du alles ordnest, und Zeiten, in denen nichts geplant ist, lösen einander ab, und gerade dieses Hin und Her ist bei der Juxtaposition dieses Kreuzes das Feste. Das Thema fragt, wie viel Schwanken in einem Leben Platz hat und woran du dich in den Ausschlägen festhalten kannst. Es beschreibt, wie Gegensätze bei dir nebeneinander bestehen dürfen.

Die vier Tore

Tor 15 (Extreme) sitzt im und gibt die Spannweite vor: Rhythmen und Lebensweisen von einem Ende zum anderen sind dir vertraut. Tor 10 (Verhalten des Selbst) liegt ebenfalls im G-Zentrum und fragt, wie du dich in diesen Wechseln selbst behandelst. Tor 17 (Meinungen) im ordnet, was du an den beiden Polen beobachtest, zu einem Standpunkt, den andere nachvollziehen können. Tor 18 (Korrektur) im legt an diesen Standpunkt einen prüfenden Maßstab und merkt an, wo etwas schief sitzt.

Zwischen den Polen hin und her zu gehen, ist bei diesem Kreuz kein Mangel an Halt. Tor 10 kann dir helfen, dabei du selbst zu bleiben, Tor 17 macht aus den Erfahrungen an beiden Enden eine Ansicht, und Tor 18 bessert sie nach, sobald ein Extrem zu viel Raum bekommt.

Im Alltag

In der Mensa deines ersten Semesters sagst du jede Einladung zu, mit Mitte zwanzig verschwindest du nach der Arbeit wochenlang in dein Zimmer, und mit Anfang dreißig schreibt dir eine Freundin, dass sie beide Versionen von dir mag. Du kannst erleben, dass dein Freundeskreis dein Auf und Ab zu lesen lernt. Manchmal sagst du aus deinem Eindruck heraus, was an der Runde besser laufen könnte.

Am Busbahnhof einer Küstenstadt kaufst du mit neunzehn die erstbeste Fahrkarte und steigst einfach ein. Mit Ende zwanzig führst du für deinen nächsten Urlaub eine Tabelle mit Zeiten, und mit Anfang vierzig wirfst du sie auf der Fähre wieder über Bord. Du merkst, dass beide Seiten zu deinem Reisen gehören, und notierst auf der Rückfahrt, was beim nächsten Mal anders sein darf.

Tor Eines von 64 Segmenten des Tierkreises, jeweils 5,625° breit, direkt einem Hexagramm des I Ging zugeordnet und mit einem Zentrum verbunden.
G-Zentrum Das zentrale Zentrum für Identität, Liebe und Richtung; beherbergt das Gefühl des wahren Selbst und die geometrische Lebensroute.
Ajna-Zentrum Das Zentrum mentaler Verarbeitung und Konzeptualisierung, in dem Inspiration aus dem Kopf zu Gedanken und Meinungen geformt wird.
Milzzentrum Das älteste Bewusstseinszentrum; nach der Lehre Sitz von Intuition, Instinkt und Wohlbefinden. Es meldet sich leise, spontan und nur im gegenwärtigen Moment.