Rechtswinkel-Kreuz des Gefäßes der Liebe
Liebe, die an keine einzige Form gebunden ist: Sie kann dem Menschen neben dir gelten, deinem eigenen Leben, der Richtung, in die du gehst, und manchmal einer ganzen Gemeinschaft. Alle vier dieses Kreuzes liegen im , wo Identität, Liebe und Richtung zu Hause sind. Sichtbar wird das Thema darin, wie du dich selbst behandelst, wie weit dein Leben schwanken darf, wie offen du Begegnungen gegenübertrittst und wo du durch Erfahrung ankommst. Diese Liebe beweist sich im eigenen Leben.
Lebensthema
Ein Gefäß ist hier ein Bild für Weite: Es kann viel fassen, ohne sich auf einen Inhalt festzulegen. So meint der Name eine Liebe, die über einen einzelnen Menschen hinausreicht. Sie kann der Art gelten, wie du dich selbst behandelst, dem Rhythmus deines Lebens mit all seinen Ausschlägen, dem Vertrauen, mit dem du Begegnungen eingehst, und dem Ort, an dem du durch glückliche Fügung und eigenes Zutun landest.
Im Rechtswinkel-Kreuz des Gefäßes der Liebe beginnt das Thema bei dir: Wie weit du dich selbst annimmst, kann prägen, wie weit dein Gefäß für anderes wird. Menschen, Orte und Aufgaben können es füllen, und kein lebt diese Liebe besser oder schlechter als ein anderes.
Die vier Tore
Im G-Zentrum, wo alle vier Tore liegen, zeigt jedes die Liebe von einer anderen Seite. Tor 10 (Verhalten des Selbst) betrifft den Umgang mit dir selbst: wie du dich behandelst, wenn keiner zuschaut, und ob du dich so annehmen kannst, wie du bist. Tor 15 (Extreme) reicht weit in die Breite. Es hält sehr unterschiedliche Rhythmen nebeneinander aus und lässt Menschen gelten, die völlig anders leben als du. Tor 25 (Geist des Selbst) meint ein Sich-Öffnen ohne Sicherheitsnetz, eine Zuneigung, die nicht erst fragt, was sie zurückbekommt. Tor 46 (Bestimmung des Selbst) holt die Liebe in den Körper und an den Ort, an dem du dich gerade befindest.
Liest man die vier als Bewegung, beginnt sie bei dir, weitet sich auf andere Lebensweisen, öffnet sich für alles, was dir begegnet, und kommt im eigenen Erleben wieder an. Mit jeder Station fasst das Gefäß ein wenig mehr.
Im Alltag
Auf deiner ersten Stelle arbeitest du so, wie du es von zu Hause kennst, und nach einem Jahr merkst du, dass es dir nicht entspricht. Nach einem Branchenwechsel schwankt dein Arbeitsrhythmus zwischen Wochen voller Einsatz und Wochen mit wenig Struktur, und mit der Zeit nimmst du dieses Auf und Ab an. Als Teamleitung holst du Kolleginnen und Kollegen mit ganz anderen Rhythmen ins Team, ohne sie ändern zu wollen, und richtest deine Arbeit immer mehr an dem aus, was du selbst als stimmig erlebt hast.
Im Ortsverband eines Naturschutzbundes stehst du zuerst am Infostand und hörst, was Passanten bewegt. Zwei Jahre später betreust du die neuen Mitglieder, weil dich ihre unterschiedlichen Wege interessieren. Nach einer Pause kehrst du in einer anderen Rolle zurück, beim Fahrdienst für ältere Mitglieder, und merkst, dass gerade diese schlichte Aufgabe zu dir passt. Deine Zuwendung kann im Verein jedes Mal eine andere Form annehmen, und doch bleibt sie erkennbar dieselbe.