Juxtapositions-Kreuz der Interaktion

Ein Gespräch fließt bei dir in beide Richtungen: Du gibst etwas hinein, bekommst etwas zurück und formst daraus den nächsten Schritt. Interaktion ist in diesem Kreuz das Hin und Her zwischen Vorschlag und Echo, zwischen einem Einfall und der Antwort darauf. Richtung, Zuhören, Worte und Einsicht wechseln sich dabei ab wie Züge in einem Spiel. Diese Art, mit Menschen zu denken, nimmst du in jede Lebenslage mit, ob die Runde gerade groß ist oder klein: Etwas entsteht erst im Austausch.

Lebensthema

Interaktion meint Handlung und Gegenhandlung, die sich gegenseitig verändern. Bei diesem Kreuz geht es darum, wie ein Gedanke zwischen zwei Menschen Gestalt annimmt. Du bringst eine Richtung oder eine Einsicht mit, dein Gegenüber bringt eine Erfahrung oder eine Frage mit, und erst zusammen entsteht etwas, das keiner allein gehabt hätte.

Am Küchentisch, im Verein, bei der Arbeit: Wo immer du mitredest, steht für diese Juxtaposition das Wechselspiel im Vordergrund, die Art, wie du ein Gespräch aufnimmst, lenkst und weitergibst. 7 trägt das Thema; Tor 13, 23 und 43 bestimmen, ob der Austausch mehr aus Zuhören, aus Worten oder aus plötzlichem Erkennen lebt.

Die vier Tore

Den Ton gibt Tor 7 (Rolle des Selbst) im an: Du bietest einer Gruppe eine Richtung an, die sie aufgreifen oder liegen lassen kann. Damit dieses Angebot nicht ins Leere geht, sammelt Tor 13 (Zuhörer), ebenfalls im G-Zentrum, was Menschen erzählen; das Wechselspiel ruht dann auf echten Erfahrungen statt auf Vermutungen.

Tor 43 (Einsicht) im steuert den Einfall bei, der ohne Herleitung auftaucht, und Tor 23 (Assimilation) im findet dafür verständliche Worte.

Der 23-43 (Strukturieren) verbindet diese beiden Tore und ist überall definiert, wo dieses Kreuz steht. Für den Typ hat der Kanal allein keine feste Folge; er wirkt mit den übrigen Kanälen des Charts zusammen. Im Austausch dreht sich das als Kreislauf: zuhören, ein Bild gewinnen, es aussprechen, und die Reaktion der anderen lenkt den nächsten Zug.

Im Alltag

Bei einer Jam-Session im Hinterzimmer einer Kneipe spielst du mit sechzehn nur zwei Akkorde, hörst aber so genau auf die Gitarristin neben dir, dass sich dein Part mit jedem Durchgang ändert. Mit einer kleinen Fotogruppe ziehst du im Studium durch die Altstadt, und dein Bild entsteht erst, nachdem jemand beim selben Motiv etwas gesehen hat, das dir entgangen war. Hilfst du später, eine offene Bühne zu gestalten, kann das Programm aus lauter kleinen Antworten wachsen.

Auf dem Schulhof springst du mit elf zwischen zwei schwingenden Seilen und erlebst, dass der Sprung nur gelingt, wenn du den Takt der beiden aufnimmst, die drehen. Im Ultimate-Frisbee-Team deiner Uni schlägst du eine Aufstellung vor, hörst, was die anderen daran stört, und baust sie bis zum nächsten Wochenende um. In der Halbzeit eines Freizeitkicks mit Ende dreißig kannst du einen Vorschlag machen und ihn mit dem Wissen der anderen zu einem besseren Plan formen.

Tor Eines von 64 Segmenten des Tierkreises, jeweils 5,625° breit, direkt einem Hexagramm des I Ging zugeordnet und mit einem Zentrum verbunden.
G-Zentrum Das zentrale Zentrum für Identität, Liebe und Richtung; beherbergt das Gefühl des wahren Selbst und die geometrische Lebensroute.
Ajna-Zentrum Das Zentrum mentaler Verarbeitung und Konzeptualisierung, in dem Inspiration aus dem Kopf zu Gedanken und Meinungen geformt wird.
Kehlzentrum Das Zentrum für Kommunikation und Manifestation; die einzige Stelle, über die Energie in Sprache oder Handlung in die Welt gelangt.
Kanal Eine Verbindung zwischen zwei Zentren, gebildet aus zwei aktivierten Toren an beiden Enden, die diese Zentren dauerhaft definiert.